Review Gebrauchtbootmesse & Kursbetrieb startet
Über die Gebrauchtbootmesse in Friedrichshafen und den praktischen Schulungsbetrieb.
Vor ein paar Tagen haben wir noch sehr gezweifelt, ob die Gebrauchtbootmesse einen Sinn macht und wie die Besucherzahlen sind; dann haben wir entschlossen daran teilzunehmen, weil wir ja doch einiges gebrauchtes abzugeben haben und jetzt sind wir wieder um eine Erfahrung reicher!
Um es kurz zu machen: Die Gebrauchtbootmesse in Friedrichshafen stirbt und ist eigentlich keinen Besuch mehr wert. Warum? Ganz einfach! Die Kosten für die Aussteller sind enorm hoch, dass auf der einen Seiten den Effekt, dass viele Aussteller erst gar nicht mehr kommen und ihre Waren lieben im Internet anbieten, aber auch dass die noch verbliebenen Aussteller gezwungen sind ihre Preise ebenfalls anzuheben um die hohen Standgebühren zu finanzieren.
Fakt also geringe Auswahl, viel Schrott und alles andere als Schnäppchen. Generell kann man sagen, dass die meisten Stände ohnehin von Händlern betrieben werden. Das hebt zwar etwas die Qualität der angebotenen Produkte, macht die Sache aber insofern nicht interessanter, da damit natürlich auch das Preisniveau steigt.
Und weil wohl nicht nur ich die vergangenen Jahre diesen Eindruck hatte, waren auch kaum Besucher auf der Messe. Was sich u.a. auch darin zeigte, dass wir lediglich einen alten (privaten) Außenbordmotor (2-Takter) zu einem Dumpingpreis verkauften. Alles andere haben wir schön brav wieder mit nach Hause genommen; fast alles – das Geld für die hohen Standkosten blieb natürlich in Friedrichshafen zurück! Wer also noch nach Gebrauchtbooten sucht…
Die „verschenkten” Kosten ist das eine, viel ärgerlicher ist die verschenkte Zeit! So haben wir derzeit das Problem, dass aufgrund der schlechten Witterung noch nicht alle Boote gestrichen sind. Auf der anderen Seite ist am Wochenende aber auch wieder ein großer Theoriekurs und die Leute wollen schließlich im Anschluss auch die Praxis machen – dazu benötigt man Boote. Diese sollten aber gestrichen sein um ins Wasser gelassen zu werden. Bei kalten Außentemperaturen kann ich aber nicht streichen …
Aus diesem Grund muss eben improvisiert werden. Aber auch das bekommen wir hin! Und so werde ich jetzt gleich das Motorboot zu Wasser lassen. Drei Schulungssegelboote sind bereits im Wasser, eine vierte c55 steht bereit und hat auch schon einen Unterwasseranstrich. Ich werde aber noch warten und erst in einer Woche diese neue c55 in Wasser bringen.
Wir freuen uns, dass die Saison nun endlich wieder beginnt und sind schon ganz heiß darauf endlich wieder auf das Wasser zu können. Auch wenn man sich sicherlich noch etwas mehr an Temperaturen wünschen würde … aber da kommt! Versprochen!


Besteht interesse, eine weitere C55 für die Segelschule zu erwerben. ich verkaufe meine gepflegte, super ausgestattete C55 aus persönlichen Gründen.
Kommentar von Susanna Vieregge — 20. April 2010 @ 08:49