Am Dienstag kam die langersehnte „Seekuh“ des Wasserwirtschaftsamtes nach Wasserburg. Mit tatkräftiger Unterstützung durch die ortsansässige Segelschule und Bootsvermietung, sowie der Fischereigenossenschaft wurden rund 80 Kubikmeter Treibholz aus dem Hafenbecken entfernt.
Jörg Fischer von der Segelschule und Hafenmeister freut sich über den aufgeräumten Hafen: „so kann Wasserburg sich zumindest jetzt in der Nachsaison von seiner besten Seite zeigen“. Fischer berichtet, dass die Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt sehr gut verlief und alle wunderbar zusammen gearbeitet haben.
Das Treibholz türmte sich über Wochen hinweg im Hafen von Wasserburg. Einige Bootseigner klagen über Schäden an ihren Booten, welches durch die teilweise massiven Baumstämme verursacht wurden. Auch Urlauber beschwerten sich über das chaotische Bild auf der Halbinsel Wasserburg.
Ein Ehepaar, welches mit ihrem Boot auf Segelreise war und sich vor einem Sturm in den Wasserburger Hafen flüchtete, brachte dann den Stein ins Rollen: die Ehefrau informierte die Medien rund um den See und hakte bei der Gemeinde Wasserburg, dem Landratsamt und der Seemeisterstelle in Lindau vehement nach. Es schien sich jedoch keiner für die Treibholzmengen in Wasserburg zuständig zu fühlen (die Medien berichteten).
Als bekannt wurde, dass das Spezialboot der Seemeisterstelle Lindau, sie sog. Seekuh, kommt, wurde eifrig telefoniert in Wasserburg und so Helfer zusammengetrommelt. Es waren dann auch rund 15 Mann vor Ort, um die verkeilten Holzstämme mit Haken und Stangen der Seekuh zu zuschieben. In gut fünf Stunden konnten so rund 80 Kubikmeter Holz aus dem Hafen entfernt werden. „Es ist jetzt noch vereinzelt Treibholz im Hafenbecken“, berichtet Hafenmeister Fischer. Das Wasserwirtschaftsamt habe jedoch versprochen am Donnerstag nochmals nach Wasserburg zu kommen, so der Hafenmeister weiter. „Im Uferbereich liegt jetzt noch angeschwemmtes Holz“, so Fischer. Er hofft dass dies von der Gemeinde Wasserburg beseitigt werde.
Durch die Rheinströmung, sowie die nachts vorherrschende Windrichtung trifft das Treibholz die Halbinsel Wasserburg Jahr für Jahr besonders stark. „Man muss die Österreicher, wo das meiste Treibholz her stammt, klar ansprechen und mit ins Boot holen“, appelliert Jörg Fischer an die Politik. Es könne nicht angehen, dass die Verursacher zu schauen, wie sich speziell das Land Bayern abmühe, um mit dem erhöhten Treibholzaufkommen zurecht zu kommen sagt der Betreiber der Bootsvermietung. „Das koste richtig Geld und verursacht dazu enorme finanzielle Schäden!“
07. September 2010
Am Dienstag kam die langersehnte „Seekuh“ des Wasserwirtschaftsamtes nach Wasserburg. Mit tatkräftiger Unterstützung durch die ortsansässige Segelschule und Bootsvermietung, sowie der Fischereigenossenschaft wurden rund 80 Kubikmeter Treibholz aus dem Hafenbecken entfernt.
»» Hafen Wasserburg weitestgehend treibholzfrei