Warum ich diesen Job „Segellehrer“ so liebe
Es ist nicht unbedingt das, was vermutlich „jeder“ denkt und auch immer wieder in Interviews zu lesen ist: „mit einer Jolle fing es an und nun habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht“, oder der gleichen mehr. Nein, das mag nett sein, aber auch nicht mehr.
Es ist vielmehr die Tatsache, dass man dabei intensiv mit vielen unterschiedlichen Menschen zusammenkommt. Und hey, was gibt es schöneres als zu sehen und vor allem zu spüren, wie die Anspannung (speziell etwas älterer Menschen) nach einer bestandenen Prüfung abfällt und dem wunderschönen Gefühlen der Erleichterung, der Freude und dem Glück weicht.
So auch heute. Ich war fast selbst auch den Tränen nahe, als ich das wieder miterleben durfte. Es ist einfach schön das Glück unserer Schüler zu spüren. Dabei muss eigentlich kein Schüler von uns (egal ob Motorboot oder Segelboot) so extrem bei der praktischen Prüfung angespannt sein; wir achten penibel darauf, dass unsere Schüler erst zur Prüfung gehen, wenn sie mehr können als abverlangt und geprüft wird.
Aber gerade bei Menschen, die schon länger keine Prüfung mehr hatten, egal welcher Art, ist die Nervosität und Anspannung meist extrem. Da hilft auch kaum Beruhigen und Zureden. Aber umso schöner ist dann die ehrliche und herzliche Freude danach! Das macht den Job aus und darum liebe ich ihn so!
Aber auch Tage wie gestern: Sonne und mit 4 bis 5 Windstärken traumhafte Segelbedingungen auf dem Bodensee. Wenn man dann sieht wie ein Segelschüler nach dem anderen immer mehr Grinsen in sein Gesicht bekommt, die Stimmungslage nicht besser sein könnte, über alles gelacht wird und einfach alle an Bord überglücklich sind. Genau das macht das Segeln und auch meinen Job als Leiter der Bodensee Segelschule Wasserburg so einmalig.
Ich freue mich schon auf die begonnene Wassersportsaison 2009 und auf unsere tollen Schüler, denn wir haben nur Schüler mit sonnigem Gemüt, guter Laune und einer großen Portion Humor. Danke an Euch, Ihr seid einfach die Besten!


Sind auch totale Segelfreaks. Versuchen jede freie Minuten auf dem Wasser zu verbringen. Waren vor zwei Wochen erst in Norwegen. Und nächstes Wochenende gehts auf der Nordsee eine Runde drehen
Kommentar von Jens — 17. Juni 2009 @ 11:04