Wie man t-com zum schnellen arbeiten antreibt …
Da sich die Saison langsam aber sicher dem Ende zuneigt, standen mal wieder Aufräum- & Umbaumaßnahmen im Schulungsraum an. Neue Ordnungssysteme und eine neue Software (dazu über den Winter mehr) soll den gesteigerten Schülerzahlen Rechnung tragen.
Zu diesem Zweck haben wir beschlossen auf einen ISDN Anschluss und auf einen schnelleren DSL Internetzugang upzugraden. Mein persönlicher T-Com Business Ansprechpartner führte eine ausführliche und umfassende Beratung durch und ich fühlte mich richtig gut dort aufgehoben.
Gemeinsam vereinbarten wir den neuen Tarif, welche neuen Geräte notwendig seien und wann auf den neuen neuen Tarif samt neuen Leistungen umgestellt werden sollte. Ich war überrascht, als bereits wenige Tage später die Bestätigung und auch der neue Router und NTBA angeliefert wurden. Und das alles auch noch an die jeweils angegebenen Adressen (Rechnungs- bzw. Lieferanschrift). Wow, dachte ich, bei der Telekom hat sich ja richtig was getan.
Wir haben alles vorinstalliert und sogar ein LAN-Kabel für die Webcam-Anbindung zum Bootshaus verlegt. An einen eigens abgesicherten Stromanschluss wurde ebenso gedacht und alles fein säuberlich in Kabelkanälen verlegt – Schluss mit provisorisch verlegten Kabeln, also.
Als wir fertig waren, sollte dann der Anschluss früher umgestellt werden, als ursprünglich vereinbart. Und plötzlich (verkauft wurde ja schon) war wieder die alte Telekom da: was folgte waren stundenlange Telefonate mit diversen Hotlines; mittlerweile lässt mich die Wartemusik vom rosa Riesen schon fast zum Amokläufer werden! Irgendwie sollte das nicht so leicht gehen und man benötigte plötzlich Kundennummern (die aber nicht in der Segelschule, sondern im Büro sind) etc.
Nachdem ich mit gefühlten 1.000 Mitarbeitern gesprochen hatte und immer noch nichts konkretes hatte, machte ich mich auf die Suche von einer Nummer in Kempten. Schließlich sind die Leute dort für uns in Wasserburg, Lindau, Bodolz und Nonnenhorn (sprich Bayerischer Bodensee) zuständig. Als ich dort beim richtigen Ansprechpartner war, verblüffte mich die Einfachheit: “Klar Herr Fischer, gar kein Problem. Morgen früh um 9:00 Uhr stellen wir Ihren Anschluss um. Davor meldet sich noch ein Techniker von uns auf ihrem Mobiltelefon.”, bekam ich dort zu hören. Und in der Tat, was soll ich sagen, es war vielleicht 9:20 Uhr am nächsten Tag, als mein Handy klingelte und man mir mitteilte, dass der Anschluss jetzt für ca. 10 Minuten nicht ginge, da man die Leitungen nun umstelle.
In der Segelschule steckte ich daraufhin den NTBA an und keine 5 Minuten danach funktionierte das Internet und auch das ISDN. Wunderbar. Alles recht schnell, alles gut!
Keine zehn Tage später, es vergangenen Samstag Abend, saß ich in der Segelschule und habe noch an einer Animation für die Sportbootführerschein See (SBF-See) Navigationsaufgaben (Kartenaufgaben) gearbeitet. Neben zu noch etwas amerikanische iTunes Radioprogramme gehört. Plötzlich verstummte das Internetradio. Auch die Instandmessenger Programme zeigten an ich sei offline. Komisch dachte ich mir, rief das Installationsprogramm vom Router auf und musste feststellen, dass ich tatsächlich offline war. Dummerweise konnte ich auch nicht veranlassen, dass der Router sich wieder einwählte.
Erstmal den Router vom Strom nehmen (hilft ja bekanntlich immer) und ihn so neu initialisieren lassen. Und in der Tag, das hatte geholfen und war wieder online. Na ja, gibt es eben mal, dachte ich mir, startete iTunes wieder und suchte nach meinem Radio Programm. Wunderbar, es lief wieder und ich machte mit wieder an die Arbeit bzgl. SBF-See Animation. Kaum hatte ich Keynote wieder aufgerufen, verstummte abermals das Internetradio. Und in der Tat ich war wieder offline!
Also, wieder Netzstecker ziehen, warten und Router mit eingebautem Modem wieder Saft geben. Doch diesmal blieb das “online-Lämpchen” leider aus. Also nochmals wiederholen. Nichts!
Nun gut, rufen wir bei der Hotline an! Dort musste ich feststellen, dass die (zumindest etwas qualitativere) Geschäftskunden-Hotline nur zu den “üblichen Geschäftszeiten” erreichbar ist. Kann denen bei T-Com vielleicht mal jemand sagen, dass man als Selbstständiger keine Geschäftszeiten hat, sondern eben ständig arbeitet???
Na ja, als rief ich bei der “normalen” Hotline an. Der dritte oder vierte Ansprechpartner schaffte es dann endlich mal die Leitung zu messen und stellte fest, dass teilweise nur 40% Erreichbarkeit beim Modem sind, dann mal wieder 100%. Er versprach, dass sich gleich am Montagmorgen zwischen 8:00 und 10:00 Uhr jemand melden wird.
Zwar wenig befriedigend weil ich eigentlich das ganze Wochenende an der Animation arbeiten wollte (und dazu auch immer wieder das Internet benötigte, nicht nur wg. Webradio
), aber nun gut, ich musste mich damit abfinden, dass ich das von zuhause aus machen musste und nicht von der Segelschule Wasserburg aus.
Da natürlich auch die Webcam der Bodensee Segelschule Wasserburg durch den defekten Internetanschluss nicht funktionierte und ich durchaus etwas angefressen war, stellte ich anstelle des “eingefrorenen” Webcam-Bildes folgendes (von daheim aus) online:
Als am Montag um 12:30 Uhr sich dann immer noch keiner bei mir gemeldet hatte und das Internet immer noch nicht funktionierte griff ich zum mittlerweile vermutlich 2.000 Male zum Telefonhörer und wählte die Servicehotline für Geschäftskunden. Dort war ich glaube ich ziemlich ungehalten und ab der dritten Widerrede auch etwas laut. Das tut mir zwar für den armen rosa-Mitarbeiter leid, aber es zeigte anscheinend Wirkung. Ich habe ihm nebenbei auch erzählt, welches Bild derzeit die ca. 350 – 600 Benutzer, die auf unsere Webcam täglich zugreifen, derzeit sehen.
Nachdem er mich dann für eine interne Rückfrage in die Warteschleife legen wollte, muss ich erst richtig explodiert sein. Ja, wir erinnern uns, die Sache mit dem Amoklauf hervorgerufen durch die Wartemusik der Telekom … und siehe da, er versprach gleich zurück zu rufen.
Um es kurz zu machen, keine halbe Stunde später war ein Servicetechniker vor Ort, wechselte den DSL-Splitter aus, machte irgendwas in der Vermittlungsstelle in der Höhenstraße in Wasserburg und organisierte dass ich einen neuen Speedport (Router mit Modem) zugeschickt bekomme.
Was genau er machte weiß ich nicht, seitdem funktioniert es jedenfalls.
Irgendwie echt schade, dass man beim rosa Riesen immer noch keinen vernünftigen Service hat, ich meine nach dem Kauf bzw. Vertragsabschluss!
Allen geplagten kann ich folgende Tipps geben:
- sehr bestimmt auftreten, klar seine Erwartungen formulieren
- darauf verweisen, dass gerade auch keine Kunden mit einem kommunizieren können und welche wirtschaftlichen Folgen das haben kann
- mit Kündigung drohen (nicht nur ein Vertrag)
- ein lustiges Webcam Bild basteln …
- möglichst die lokalen Stellen kontaktieren
- und wenn alles andere nicht mehr hilft auch mal seinen Gefühlen freien lauf lassen. Dabei allerdings NIE VERGESSEN, dass der Mitarbeiter an sich vermutlich nichts dafür kann. Diesen also stets respektvoll und halbwegs höflich behandeln. Denkt dran: “Wie man in den Wald hinein schreit, so hallt es wieder heraus!”
Das aller Beste ist es allerdings, wenn man erst gar nicht mit den schrecklichen Hotlines telefonieren muss, weil alles reibungslos funktioniert!
Nächstens werde ich dann mal die Fotos vom umgestalteten Schulungsraum hier einstellen und im Laufe des Winters auch über unsere neue (hoffentlich dann fertige) Software berichten.



Vielen Dank für diesen Beitrag, da fühle ich mich jetzt nicht so allein. Wir sollten einen Club der Hotline- und Servicecenter-Geschädigten aufmachen. Bei mir war’s zwar Alice, aber was soll’s, das Problem war fast das selbe.
Kommentar von Sem — 18. November 2008 @ 09:02